Die Low-Key-Food-Fotografie

Die Low-Key-Food-Fotografie

Ein gutes Bild entsteht durch das gute Zusammenspiel von dunklen und hellen Bereichen. Wie die Tiefen im Vergleich zu den Höhen in einem Bild verteilt sind, entscheidet darüber, welche Wirkung die Fotografie entfaltet. In der Food-Fotografie geht es häufig darum, den Fokus bewusst auf kleine Details zu lenken.
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Ein gutes Bild entsteht durch das gute Zusammenspiel von dunklen und hellen Bereichen. Wie die Tiefen im Vergleich zu den Höhen in einem Bild verteilt sind, entscheidet darüber, welche Wirkung die Fotografie entfaltet. In der Food-Fotografie geht es häufig darum, den Fokus bewusst auf kleine Details zu lenken. Kontrastreiche Bilder, wie sie häufig in der Low-Key-Fotografie entstehen, eignen sich hervorragend für diesen Zweck, schließlich ist das Auge des Betrachters gewöhnt, dem Licht zu folgen.

Worum genau handelt es sich bei Low-Key-Fotografie?

Die Low-Key-Fotografie steht für sanftes Licht, weiche Höhen und tiefe Schatten. Automatisch rufen Bilder, die mittels dieser Technik erstellt wurden, ein rustikales und warmes Gefühl hervor. Die dunklen Bildanteile überwiegen, doch das Motiv, in diesem Fall das Essen, das ins rechte Licht gerückt werden soll, hebt sich deutlich davon ab.

Gerne werden in den letzten Jahren Begriffe wie „moody“ oder „Chiaroscuro“ verwendet, um die Effekte dieser besonderen Technik zu beschreiben. Gerade der italienische Fachbegriff aus der Kunstgeschichte, der das Licht zum wesentlichen Element der Bildsprache macht und auf den Maler Caravaggio zurückzuführen ist, zeigt, wozu das Spiel mit Licht und Schatten in der Lage ist.

Low-Key-Food-Fotografie

Welche Gerichte eignen sich besonders für die Low-Key Food-Fotografie?

Die frühlingshafte Beerentorte mit schöner Verzierung, die langsam in einem Meer aus dunklen Schatten verschwindet – das klingt skurril und etwas unpassend. Tatsächlich sollten die Speisen für diese Art der Fotografie bewusst gewählt werden. Wie bereits beschrieben, erzeugt die dunkle Bildgestaltung einen rustikalen Effekt, der besonders gut zu Fleischgerichten, Burgern, Rotwein, dunklen Soßen und Erdtönen passt. Als Hinter- oder Untergrund eignen sich ebenfalls dunkle Farben, wie sie in manchen Hölzern zu finden sind. Diese erleichtern zum einen die Kontrolle der benötigten Tiefen im Bild und zum anderen passen die Struktur und die Maserung perfekt zur Stimmung des Bildes. Denkbar sind außerdem Grautöne, wie sie beispielsweise in Sichtbeton zu finden sind.

Was es bei der Food-Fotografie in Low-Key zu vermeiden gilt

Eine Fotografie, die mithilfe der hier vorgestellten Methode erstellt wird, ist weit mehr als nur ein dunkles Bild. Mit kürzeren Verschlusszeiten und bewusst unterbelichteten Bildern ist es also nicht getan. Gerade Anfänger sollten sich beim weiter unten beschriebenen Lichtaufbau immer wieder in Erinnerung rufen, dass es nicht nur darum geht, Tiefen zu erzeugen. Vielmehr muss das Augenmerk auf den Kontrasten liegen, die dem Bild seinen Ausdruck verleihen und die Motive in den Fokus rücken.

Low-Key-Food-Fotografie

Low-Key in der Food-Fotografie – mit diesem Licht funktioniert es!

Deutlich wurde bereits hervorgehoben, dass beim Stil der Lebensmittelfotografie das Licht eine tragende Rolle einnimmt. Das bedeutet nichts anderes, als dass das verwendete Licht in jedem Fall bewusst geformt werden muss. Die Arbeit mit natürlichem Licht ist in diesem Fall kaum möglich, da etwa Fensterlicht in der Regel nicht den passenden Einfallswinkel aufweist und mit der notwendigen Konzentration des Lichts dienen kann.

Im Gegensatz zu anderen fotografischen Techniken bedient sich Low-Key bei der Beleuchtung einer einzelnen Lichtquelle, schließlich geht es eher darum, das Licht an bestimmten Stellen zu reduzieren als darum, die Szene möglichst flächig auszuleuchten. Die verwendete Lichtquelle, etwa ein Dauerlicht oder ein Studioblitz mit einer kleinen Softbox oder einem Durchlichtschirm, kommen entweder als Gegenlicht oder als Seitenlicht, beides leicht erhöht, zum Einsatz. Sobald die Beleuchtung des Hauptmotives stimmt, muss in einem zweiten Schritt das überschüssige Licht „eingefangen“ werden. Dazu eignen sich Abschatter, wie die schwarzen Seiten von Reflektoren, schwarze Pappe oder Schaumkarton.

Low-Key-Food-Fotografie

Für die Aufnahme sollte die Blende des Objektivs nicht zu weit geschlossen sein, denn Unschärfe würde den Effekt unnötigerweise doppeln. Damit dennoch mit einem niedrigen ISO-Wert gearbeitet werden kann, empfiehlt sich der Einsatz eines Stativs. Weiterhin erweisen sich die Möglichkeiten der Belichtungskorrektur an der Kamera und die digitale Nachbearbeitung als essenziell.

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