Eindrucksvolle Fotos durch Kontraste

Eindrucksvolle Fotos durch Kontraste

Es gibt keine abschließende Liste der Dinge, die garantieren, dass ein Bild gut wird. Die Komposition, der richtige Moment, die korrekte Belichtung, der Kontext und noch viele weitere Gesichtspunkte spielen eine wichtige Rolle beim Erstellen starker und eindrucksvoller Bilder.
Fotografieren mit Mischlicht Sie lesen Eindrucksvolle Fotos durch Kontraste 4 Minuten Weiter Tipps für kreative Flatlay-Aufnahmen

Es gibt keine abschließende Liste der Dinge, die garantieren, dass ein Bild gut wird. Die Komposition, der richtige Moment, die korrekte Belichtung, der Kontext und noch viele weitere Gesichtspunkte spielen eine wichtige Rolle beim Erstellen starker und eindrucksvoller Bilder.

Ein kreatives Element, das von Fotografen immer wieder gern benutzt wird, ist das bewusste Arbeiten mit Kontrasten. Gemeint ist damit nicht nur die Balance zwischen hell und dunkel, sondern auch Größenkontraste, Farbkontraste und etliche andere Kontraste, auf die der Blog im Folgenden genauer eingeht.

Der Helligkeitskontrast

Der Kontrast zwischen hellen und dunklen Bildteilen hat einen erstaunlichen Einfluss auf die Bildwirkung. Besonders deutlich wird das in der Schwarz-Weiß-Fotografie, in der die Übergänge zwischen der inhaltlichen Komposition und der Wirkung des Lichts oftmals fließend sind.

Kontraste sind in jedem Bild vorhanden, sie sorgen für Dynamik, verleihen dem Bild Tiefe und treffen eine Aussage zum Anspruch des Bildes. Fotografen, die einen Kalender mit spektakulären Landschaftsfotografien füllen möchten, bedienen sich in der Regel eines stärkeren Kontrasts als Fotojournalisten, die mit eher flachen Kontrasten und einem großen Belichtungsumfang den Eindruck von Objektivität erzeugen möchten.

Fotos mit Kontrasten

Bei der Auswahl eines Motivs müssen Fotografen nicht nur aufgrund der beabsichtigten Bildwirkung, sondern auch wegen des Belichtungsumfangs der Kamera auf den Kontrast achten. Moderne Digitalkameras verfügen heute oftmals über einen Belichtungsspielraum von zehn Blendenstufen oder sogar mehr, doch das reicht oftmals bei sehr kontrastreichen Szenen nicht aus, was bei fehlender Korrektur dazu führt, dass die hellen Stellen ausfressen oder dass die Tiefen sämtliche Details verlieren. Ist das der Fall, so ist es besser, die Höhen korrekt zu belichten, denn gerade im Rohdatenformat lassen sich bei der digitalen Nachbearbeitung aus den Tiefen eine Menge an Bildinformationen retten.

Farbkontraste

Wer Farbkontraste bewusst einsetzen möchte, der muss sich zuvor das Wissen um die Wirkung der Farben aneignen. Dabei lohnt sich ein Blick auf das Farbrad. In Bildern wirken Komplementärfarben besonders stark, da sich diese auf dem Farbrad auf gegenüberliegenden Seiten befinden. Neben dem Komplementärkontrast können warme Farben mit kalten Farben kombiniert werden. Gleichermaßen bietet es sich an, unterschiedliche Farbqualitäten in einem Bild zu verwenden. Gemeint ist damit, dass Pastelltöne auf intensive, gedeckte Farben treffen.

Fotos mit kontrasten

Größenkontraste

Größenkontraste in Bildern funktionieren, wenn zwei oder mehrere Dinge in Relation zueinander in einen bildhaften Kontext gesetzt werden. Eine einsame Person in einer überwältigend wirkenden Landschaft, ein beleuchtetes Zelt mit Sternen übersäten Nachthimmel – das sind Beispiele, bei denen der Größenkontrast dem Betrachter hilft, das Gesehene besser zu begreifen. Wenn in Bildern, bei denen bewusst mit dem Größenkontrast gearbeitet wird, etwas gezeigt wird, das dem Betrachter bekannt ist, kann dieser die Größe des Abgebildeten besser einschätzen. Natürlich lässt sich mit solchen Kontrasten bewusst spielen, indem der Betrachter durch geschickte Platzierung und Komposition praktisch “hinters Licht” geführt wird.

Inhaltliche Kontraste

Inhaltliche Kontraste haben weniger etwas mit der Aufnahmetechnik, als vielmehr mit dem geschulten Auge der Fotografen zu tun. Dieser Kontrast bezieht sich ausschließlich auf die Aussage des Bildinhaltes. Was letzten Endes genutzt wird, um damit einen Umstand in der Welt anzuprangern oder um einfach Unterschiede aufzuzeigen, das ist dem Bildersteller überlassen. Es bieten sich die Kontraste zwischen arm und reich, schnell und langsam, Natur und Stadt, Alt und Jung, Gut und Böse und noch so vieles mehr an. Durch die bewusste Nutzung von inhaltlichen Kontrasten erschaffen Fotografen eine eigene Bildsprache mit Wiedererkennungswert.

Fotos mit Kontrasten

Kontraste, oder eben das Fehlen von Kontrasten, helfen dabei, mit einem einzelnen Bild eine Geschichte zu erzählen. Ein Kontrast kann für Spannung sorgen, aber auch zu mehr Harmonie beitragen.

Während es unter kontrollierten Bedingungen, im Studio, relativ einfach ist, Kontraste künstlich zu erzeugen, braucht es draußen, on Location oder etwa bei der Straßenfotografie, ein gutes Auge. Fotografen zeigen mit der bewussten Nutzung von Kontrasten ihren eigenen Blick auf die Welt. Es gilt also in der Fotografie, die Kontraste bewusst zu suchen und festzuhalten. Wo gibt es Reibungspunkte, was passt auf den ersten Blick nicht ins Bild und wie stehen gewisse Dinge in Relation zueinander? Wer sich solche Fragen beim Fotografieren stellt, der erzielt ausdrucksstarke Ergebnisse und wird mit der Zeit zu einem besseren Fotografen.

Wenn auch Sie Aufnahmen mit Kontrasten gemacht haben, taggen Sie uns gerne auf Instagram und Facebook mit dem Hashtag #jinbeifotobox. Wir freuen uns auf Ihre Ergebnisse!