Einführung in das Fotografieren mit Filter

Einführung in das Fotografieren mit Filter

Die Filterfotografie, also das Fotografieren mit vorgesetzten Filtern, verbindet so mancher ausschließlich mit der analogen Fotografie. Wozu braucht es schließlich heute physische Filter, wenn sich die eigenen Aufnahmen doch einfach in der digitalen Nachbearbeitung an die eigenen Vorstellungen anpassen lassen? Tatsächlich ist es gar nicht so einfach, wie sich mancher denkt und Filter haben heute, vielleicht mehr denn je, eine Daseinsberechtigung.
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Die Filterfotografie, also das Fotografieren mit vorgesetzten Filtern, verbindet so mancher ausschließlich mit der analogen Fotografie. Wozu braucht es schließlich heute physische Filter, wenn sich die eigenen Aufnahmen doch einfach in der digitalen Nachbearbeitung an die eigenen Vorstellungen anpassen lassen? Tatsächlich ist es gar nicht so einfach, wie sich mancher denkt und Filter haben heute, vielleicht mehr denn je, eine Daseinsberechtigung. Wer die Möglichkeiten, die einem das Fotografieren mit Filtern bietet, außer Acht lässt, der lässt damit ein großes Potenzial seiner eigenen Fotografie ungenutzt.

Grundsätzliches zu den Filtern – welche Arten gibt es?

Wer noch am Beginn der eigenen Filterfotografie steht, der stellt wahrscheinlich nach kurzer Suche fest, dass es grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Filtern gibt: Den klassischen Rundfilter, der auf das Gewinde des Objektivs aufgeschraubt wird und den Rechteckfilter, der zur Anbringung weitere Utensilien benötigt, allerdings auch etwas flexibler in seiner Anwendung ist. 
Anfänger oder Fotografen, die einen Filter nur mit einem bestimmten Objektiv verwenden möchten, entscheiden sich zumeist für den Rundfilter, da dieser einfacher in der Handhabung ist, fest auf dem Objektiv sitzt und oftmals auch etwas günstiger als die rechteckigen Varianten ist.

Eine spektakuläre Auswahl – doch welche Filter kommen wann zum Einsatz?

Wer sich genauer mit den Möglichkeiten der Filterfotografie auseinandersetzt, der stellt schnell fest, dass es eine enorme Menge an Filter-Varianten gibt. Das kann gerade für den Anfänger zu Beginn etwas verwirrend sein. Deshalb ist es gerade am Anfang das Beste, sich auf die am häufigsten genutzten und gängigsten Arten zu beschränken. Dabei handelt es sich um den ND- oder Graufilter, um den Polfilter und um den UV-Filter. Letzterer ermöglicht ein klareres Bild, sattere Farben und einen intensiveren Himmel, wird allerdings von Fotografen gerne auch einfach zum Schutz des Frontelements eines teuren Objektivs genutzt.

Filterfotografie ND-Filter

Der ND-, also Neutraldichte- oder Graufilter hat die Aufgabe, die Szene, die vor einem liegt, dunkler erscheinen zu lassen. Zum Einsatz kommt er primär bei Langzeitbelichtungen, wenn bei starker Sonneneinstrahlung mit großer Blende gearbeitet werden soll oder beim Filmen. Diesen Filter gibt es in einer Vielzahl von Ausführungen und Stärken und sogar in einer variablen Variante, die durch Drehen am Filter selbst dunkler oder heller erscheint. Bei den herkömmlichen Varianten, die das Licht um eine genau gemessene und damit kalkulierbare Menge verringern, ist es problemlos möglich, mehrere Filter miteinander zu kombinieren. 
 
Der Pol- oder Polarisationsfilter ist einer der spannendsten Filter in der Fotografie. Besonders in der Landschafts-, aber auch in der Street-, Architektur- oder Tabletop-Fotografie kommt er besonders häufig zu Einsatz. Er reduziert Reflexionen deutlich und erlaubt es damit den Fotografen, durch reflektierendes Glas oder Wasser praktisch „hindurchzusehen“. Oberflächen wirken dadurch ruhiger und Farben werden realistischer wiedergegeben.

Filterfotografie POL-Filter

Besondere Filtervarianten für die eigene kreative Handschrift

Besonders in der Schwarz-Weiß-Fotografie kommen vor allem Farbfilter gerne zum Einsatz. Ein Grünfilter eignet sich, um Hauttöne besonders weich und sanft darzustellen, während ein Orange- oder Rotfilter Kontraste verstärken und den Himmel dunkler erscheinen lassen kann. Immer beliebter werden in der Fotografie Brechungsfilter, die seit vielen Jahren im filmischen Bereich zum Einsatz kommen. Sie tragen mittels eingearbeiteter Partikel dazu bei, dass das Licht, Reflexionen und sogar Farben sanfter erscheinen. Viele Fotografen reagieren damit auf immer perfektere und schärfer abbildende Objektive, die dadurch besonders bei der Porträtfotografie etwas von ihrem Charme verloren haben.

Die eigene Filterkollektion – ein Muss für den Könner

Unweigerlich sollte sich jeder Fotograf mit dem Potenzial der Filterfotografie auseinandersetzen. Zu Beginn reicht es aus, dass am meisten genutzte Objektiv mit einem Rundfilter zu versehen, doch wer sich intensiver mit Filtern und der generellen Fotografie auseinandersetzt, der sollte sich überlegen, in Rechteckfilter mit den zugehörigen und variabel verstellbaren Filterhaltern zu investieren. Diese begleiten den Nutzer über viele Jahre und sind unabhängig von der Art des Objektivs oder des Gewindedurchmessers nutzbar. Die Investition in die eigenen Filter zahlt sich damit für viele Jahre aus und eröffnet mit jeder neuen Variante spannende, neue Möglichkeiten.

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