Tipps für kreative Flatlay-Aufnahmen

Tipps für kreative Flatlay-Aufnahmen

In der Fotografie werden dreidimensionale Objekte auf einem zweidimensionalen Medium eingefangen. Dabei macht es kaum einen Unterschied, ob es sich bei diesem Medium um Film, einen digitalen Sensor, ein Poster oder eine Leinwand handelt. Dennoch gelingt es guten Fotografen, trotz der Beschränkung auf zwei Dimensionen eine große Tiefe in ihre Bilder zu bringen.

In der Fotografie werden dreidimensionale Objekte auf einem zweidimensionalen Medium eingefangen. Dabei macht es kaum einen Unterschied, ob es sich bei diesem Medium um Film, einen digitalen Sensor, ein Poster oder eine Leinwand handelt. Dennoch gelingt es guten Fotografen, trotz der Beschränkung auf zwei Dimensionen eine große Tiefe in ihre Bilder zu bringen. Bei der in diesem Text genauer beschriebenen Flatlay-Fotografie, einem recht modernen Trend, sieht das allerdings etwas anders aus, denn bei dieser Art der Fotografie ist das Flache, wie es sich beim Ablichten in Form einer Tischplatte, des Bodens oder auch eines Bettes zeigt, ein wesentliches Gestaltungsmerkmal. Die genau ausgedachte Bildkomposition, die weniger durch das Auffinden des Bildausschnitts durch den Sucher als vielmehr das präzise Anordnen der einzelnen Elemente erreicht wird, rückt in den Vordergrund und erzählt dabei im besten Fall eine eigene Geschichte, wie im Folgenden genauer beschrieben wird.

Die Aufnahmen in der Flatlay-Fotografie tätigt der Fotograf aus der Vogelperspektive, idealerweise mit einem Stativ und aus einem 90-Grad-Winkel nach unten, um die Dimensionen der dargestellten Gegenstände verzerrungsfrei und detailgetreu wiedergeben zu können. In der heutigen Zeit erklärt sich die Beliebtheit der Flatlay-Fotografie besonders durch das Aufkommen von Food- oder Travelblogs, durch die sozialen Medien und die moderne Produktfotografie. Getrost darf dabei diese Art der Fotografie als eine moderne Variante des klassischen Stilllebens bezeichnet werden, denn die Kategorien, mittels derer die Bilder bewertet werden, ähneln sich stark.

Der Einstieg in die Flatlay-Fotografie gestaltet sich für Kreative in der Regel einfach, schließlich braucht es kaum besondere Ausrüstung dafür, dafür aber umso mehr gute Ideen und ein Konzept, das dem Betrachter auf einen Blick die Idee hinter der Fotografie näherbringt.

Der Hintergrund – ein wesentliches Bildelement

Da bei der Flatlay-Fotografie zumeist kleinere Gegenstände auf einem flachen Untergrund fotografiert werden, kann nicht mit großer Blende und damit verbundener geringer Tiefenschärfe gearbeitet werden. Sämtliche Elemente auf dem Bild sind maximal scharf abgebildet und spielen dementsprechend eine Rolle in der Komposition. Der Hintergrund spielt also eine wichtige Rolle und muss in seiner Farbigkeit, bezüglich des Materials und seiner Beschaffenheit perfekt zum Thema passen.

Günstige, einfarbige Hintergründe gibt es für kleines Geld in Form eines stabilen Tonkartons im Bastelgeschäft. Ähnlich ergiebig ist der Baumarkt. Dort gibt es elegante Schieferplatten oder Holzplatten, die den Themen entsprechend behandelbar sind, um genau die gewünschte Farbigkeit und Oberfläche zu erhalten. Natürlich sind die Fotografen bei der Auswahl des Hintergrunds an keinerlei Vorgaben gebunden. Alte Landkarten, Buchseiten, ein Spiegel oder einfach die Wiese hinter dem eigenen Haus – erlaubt ist, was gefällt und was zum Thema passt.

Flatlay-Aufnahmen auf Landschaftskarte

Ein gutes Bild erzählt eine Geschichte

Sämtliche Gegenstände, die im Rahmen der Flatlay-Fotografie abgelichtet werden, gehen eine Verbindung miteinander ein. Der Betrachter versucht, im Bruchteil eines Augenblicks den roten Faden zwischen den einzelnen Elementen zu finden. Genau deshalb ist es so wichtig, Gegenstände so zu kombinieren, dass sie miteinander in einen Dialog treten und dadurch eine Geschichte erzählen. Was dabei das wichtigste Bindeglied ist, das ist den Fotografen überlassen. Thematisch kann sich der Bildaufbau an einer Reise, an einem Hobby, am Beruf oder an den modischen Vorlieben orientieren. Manchmal muss das Gezeigte allerdings nicht einmal einen biografischen Bezug zum Ersteller haben. Das ist dann der Fall, wenn die Elemente auf dem Bild, trotz ihrer vordergründigen Andersartigkeit, durch ihre Farbe, ihre Form oder durch ihr Alter einer gemeinsamen Kategorie zugeordnet werden können.

Gekonntes Arrangieren bestimmt den Ausdruck

Chaotisch oder doch lieber penibel genau ausgerichtet? Nicht nur die Art der Gegenstände, sondern auch ihre Präsentation erzählt eine Geschichte. Bei der Anordnung bietet es sich an, verschiedene Dinge auszuprobieren. Dabei stellen sich die Ersteller die Frage, wohin der eigene Blick wandert. Dadurch haben sie die Gelegenheit, sich für einen strikten oder doch eher einen dynamischen Bildaufbau zu entscheiden. Auch hier spielt wiederum die Form der gewählten Objekte und ihre Funktion eine entscheidende Rolle.

Flatlay-Aufnahmen

Wichtige Tipps für die Flatlay-Fotografie

Dringend anzuraten ist der Einsatz eines Stativs. Das sorgt zum einen dafür, dass die Aufnahmen wiederholbar sind, schließlich ändern sich der Abstand und die Bildkomposition zwischen den Aufnahmen nicht. Außerdem bietet es sich an, mit natürlichem, weichem Fensterlicht zu arbeiten. Alternativ bieten sich besonders Dauerlichter mit einem Lichtformer wie einer großen Softbox oder Blitze an. Bei der Wahl der Brennweite sollten Fotografen besonders auf eine möglichst natürliche Abbildung achten. Am einfachsten lassen sich Aufnahmen mit einer Normalbrennweite oder einem Zoomobjektiv, das diesen Brennweitenbereich abdeckt, erstellen. Bevorzugt wird mit einer kleinen Blende gearbeitet, um möglichst viel Tiefenschärfe in das Bild zu bringen. Hierbei ist aufgrund der längeren Belichtungszeiten erneut der Einsatz eines Stativs ratsam.

Wenn auch Sie Flatlay-Aufnahmen gemacht haben, taggen Sie uns gerne auf Instagram und Facebook mit dem Hashtag #jinbeifotobox. Wir freuen uns auf Ihre Ergebnisse!